Das Evangelium – wie erzähl‘ ich’s meinen Kindern?

Die Familie versammelt sich zum Essen am Tisch. Fünf Personen. Vater, Mutter und drei Kinder. Man erzählt, lacht und nach einer Weile, nachdem alles auf dem Tisch steht und der letzte sitzt, nimmt man sich bei den Händen und schließt die Augen zum Gebet.

Dies könnte ein wichtiger Moment am Tag in einer Familie sein. Denn es ist vielleicht der einzige Augenblick, bei dem alle zusammen sein können, die einzige Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet.

Aber wenn man Kinder im Alter von sieben, fünf und zwei Jahren hat, wird gelacht, geweint, geschubst und geärgert … und das alles nicht nur vor, nein auch während des Gebets. Und diese Gebete sind sicher keine Zehn¬Minuten-Gebete, sondern allzu oft Standartgebete. Aber alles was länger als zehn Sekunden Aufmerksamkeit erfordert, erscheint oft schwierig für zwei Jahre alte, manchmal auch ältere Kinder.

Für viele gläubige Eltern sind solche Erfahrungen frustrierend und demotivierend. Aber lassen sie sich ermutigen und herausfordern von anderen gläubigen Eltern mit ähnlichen Erfahrungen! Auch wenn solch einfache Gebete oft unscheinbar und obligatorisch erscheinen, stellen sie sich im Nachhinein als wichtige Momente heraus. Momente, in denen Kinder etwas über das Evangelium, über Gott lernen!

Mit Geduld, Vorbereitung und einer langfristigen Perspektive, können Gebete vor dem Essen, oder dem Zubettgehen eine enorm wichtige Grundlage für die geistliche Entwicklung ihrer Kinder sein.

Sie mögen manch ein Gebet beenden und denken, daß ihre Kinder kein Wort davon gehört oder gar verstanden haben – und das mag sogar stimmen – aber über Monate und Jahre, lernen Kinder langsam durch das Vorbild ihrer Eltern, wie man mit Gott redet, wofür Grund zur Dankbarkeit besteht und wie man Gottes Wort anwendet!

sdg

Andreas

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