3facher Nutzen

Das Gebet vor den Mahlzeiten oder dem zu Bett bringen der Kinder gehört zum Alltag der meisten Christen. Die Tradition einer täglichen Familienandacht jedoch, ist in der deutschen Christenheit fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Zudem kosten Familienandachten Zeit und Zeit ist eine knappe Ressource. Den Glauben an Gott mit der ganzen Familie zu praktizieren, ist ein immerwährender Kampf. Gegen die Zeit, gegen den Alltagsstreß, innere Widerstände. Eine tägliche Herausforderung.

Was – außer dem ausdrücklichem Gebot Gottes – sollte uns dazu bewegen mit dieser Praxis zu beginnen?

Für jeden Einzelnen

Das Heil eines jeden Einzelnen steht im Fokus von Familienandachten. Zwar besitzt kein Mensch Einfluß auf die Erlösung eines anderen, aber es gefiel Gott offensichtlich, den Menschen durch die Verkündigung Seines Wortes  daran zu beteiligen. Wer regelmäßig unter der Wirkung des Wortes lebt, wird vor viel potentiellem Schaden unserer sündhaften Natur bewahrt.

Keine andere Familienbeschäftigung besitzt ein solches Potential, Gehorsam gegenüber Gott und Raum für das Heilswirken des Heiligen Geistes zu schaffen!

Für die Familie

Regelmäßige Andachten, wenn möglich zu denselben Zeiten, geben dem Familienleben Struktur und Ordnung. Dadurch wird nebenbei auch das Wir-Gefühl gestärkt, das Familienleben verdichtet. Familienandachten stiften Identität und Tradition. Und die gelebte Tradition einer regelmäßigen, gemeinsamen Zeit, wird neben Liebe und Verantwortung füreinander zum stärksten Band welches die Familie zusammenhält. Sie trägt dazu bei, daß Familien innere Einheit und Halt  findet, welches sie als Gemeinschaft einzigartig macht.

„Tradition“ kommt vom lateinischen tradere („hinübergeben“) bzw. traditio („Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“). Mit Traditionen und festen Ritualen geben wir unseren Glauben und unsere Werte  an die nächste Generation weiter. Das bleibt  nicht ohne Auswirkung auf die ethisch-moralischen Maßstäbe. Biblische Werte und Normen werden so transportiert und weitergegeben. Die Prinzipien des Reiches Gottes beginnen in der Familie wirksam zu werden.

Für Gemeinde und Gesellschaft

Durch tagtägliche Praxis und Übung zu Hause (was keinesfalls  immer perfekt klappen wird)! Familienandachten sind das „Klassenzimmer“ um Kinder  für den Gottesdienst vorzubereiten. Kinder lernen Zuhause “still zu sitzen”, “zu singen”, und “ihre Augen” zu schließen, wenn sie beten. Sind solche Rituale erst mal etabliert, verhandeln und quengeln Kinder auch in der Öffentlichkeit weniger oder gar nicht mehr.

Rituale, mit einem stets ähnlichen Verlauf, welche alle kennen und die nicht jedes Mal neu hinterfragt werden, geben Halt und Sicherheit. Dies gilt für den Kindergarten, die Schule oder den Gottesdienst. Potentielle Störungen der Veranstaltungen werden so minimiert. Wohlgeordnete Familien in den Gottesdiensten hinterlassen nicht nur bei Besuchern einen guten Eindruck. Nicht zuletzt werden unsere Kinder dadurch vorbereitet, potentielle Mitglieder der Kirche zu werden.

Die Art und Weise wie wir unseren Glauben leben, besitzt starke Auswirkungen auf unser und das Leben und den Glauben unserer Kinder.

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