Musik als Schutz vor dem Satan

Johannes Chrysostomus schreibt in seiner Auslegung der Psalmen  eindrücklich, wie Musik vor den Fallen Satans beschützen kann:

„Dies sage ich nicht, damit ihr allein lobsingt, sondern damit ihr auch eure Frauen und Kinder solche Lieder, nämlich Psalmen und Hymnen, singen lehrt, und zwar nicht allein am Webstuhl oder bei anderen Arbeiten, sondern vor allem auch bei Tisch. Denn da namentlich bei den Gastmählern der Teufel auf der Lauer liegt, weil er dort Trunksucht, Völlerei und Gelächter sowie Unbescheidenheit und Zügellosigkeit der Seele zu Bundesgenossen hat, so ist es besonders dort notwendig, vor Tisch und nach Tisch, die von den Psalmen herrührende Sicherheit wie eine Festung gegen ihn aufzubauen und, indem man sich vom Mahl erhebt, gemeinsam mit Weib und Kind Gott heilige Hymnen zu singen. Wie nämlich diejenigen, die Schauspieler, Tänzer und unzüchtige Weiber zu den Gastmählern laden, die Dämonen und den Teufel dorthin rufen und auf diese Weise ihre Häuser mit unzähligen Feinden füllen, so holen diejenigen, die David mit der Harfe herbei bitten, durch ihn Christus in ihr Heim. Wo Christus ist, da hat kein Dämon Platz. Jene machen ihr Haus zu einem Theater, du aber mache deine Wohnung zu einer Kirche.“ Johannes Chrysostomus. Expositio in Psalmum 41 (42), 2 (PG 55,157) zit. nach Becker, Hans Jakob (Hg. u.a.). Geistliches Wunderhorn. Große deutsche Kirchenlieder. C.H. Beck: München, 2001. S. 14

gefunden auf Theologia et musica

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